Der Schlunz, 11.09.2011 - ?
Eigentlich sollte der Sonntag, an dem die Geschichte beginnt, ein richtig schöner Tag werden: ein Picknick im Grünen. Aber dann findet die Familie Schmidtsteiner einen verwahrlosten, dreckigen Jungen im Wald, der zunächst total verschüchtert ist. Er weiß nicht, wie er heisst, wo er herkommt oder wer seine Eltern sind. Die Polizei weiß es auch nicht. Eine Vermisstenanzeige liegt nicht vor. Also dürfen die Schmidtsteiners den Jungen vorübergehend mit nach Hause nehmen.
Und da taut der Junge dann so richtig auf. Und zwar mehr als Mama und Papa lieb ist. Der Junge stellt sich als „Schlunz“ vor. Er heckt andauernd Streiche aus und fragt den Schmidtsteiners so lange Löcher in den Bauch, bis sie selbst keine Antwort mehr wissen.
Besonders über Gott möchte er viel wissen.
Er sieht, dass Schmidtsteiners vor dem Essen beten. Aber warum? Und warum sagt man am Ende Amen? Warum so ein Fremdwort? Warum sagt Lukas’ Papa zu Gott „Vater“? Ist Lukas Papa etwa ein Sohn Gottes?
Die brave, christliche Welt der Familie Schmidtsteiner wird bei der Gelegenheit ganz schön auf den Kopf gestellt.

